Telemedizin in der prähospitalen Notfallmedizin

Telemedizinische Unterstützung gewinnt in der präklinischen Notfallmedizin zunehmend an Bedeutung.

Speziell in ländlichen Gebieten steht der Rettungsdienst vor großen Herausforderungen. Die stetig steigenden Einsatzzahlen, der Ressourcenmangel an Notärzt:innen und Allgemeinmediziner:innen, aber auch die zunehmende Komorbiditäten der immer älter werdenden Bevölkerung fordern die Rettungsorganisationen. Als eine mögliche Teillösung rückt Telemedizin in den Vordergrund. Neben der technischen Durchführbarkeit ist auch die Akzeptanz der Mitabeiter:innen ein wesentlicher Pfeiler in der Umsetzung von Telemedizin im Rettungsdienst.

a. Eine Notärztin verwendet das Ultraschallgerät zur Diagnostik bei einem Schwerverletzten
b. Ein Ultraschallkopf
  • 01

    Live-Übertragung der präklinischen Notfallsonographie: eine Machbarkeitsstudie

    Im Rahmen einer technischen Machbarkeitsstudie wurde die Übertragung präklinischer Notfallsonographie im städtischen Bereich evaluiert.

    Diese Studie wurde vom Medizinisch-Wissenschaftlichen Fonds des Bürgermeisters der Bundeshauptstadt Wien unterstützt. Die Ergebnisse dieser Studie findet sich in einer Publikation wieder.

    Publikation
  • 02

    Live-Übertragung der präklinischen Notfallsonographie bei Patient:innen mit akuter Atemnot sowie bei unklarem Schockgeschehen

    Im Rahmen einer klinischen Studie wird der Nutzen einer telemedizinischen Kontaktaufnahme mit Expert:innen für Notfallsonographie evaluiert.

    Diese Studie wird in Kooperation mit der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie an der Medizinischen Universität Wien und der Berufsrettung Wien durchgeführt. Die Studie wurde vom Hochschuljubiläumsfonds der Stadt Wien unterstützt.

  • 03

    Live-Übertragung der präklinischen Notfallsonographie während der Reanimation: eine Machbarkeitsstudie

    Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde erhoben, ob eine Live-Übertragung während einer präklinischen Reanimation sicher durchführbar ist. Diese Studie wurde in Kooperation mit der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie an der Medizinischen Universität Wien und der Berufsrettung Wien durchgeführt.

    Ein Mann mit orangenem T-Shirt wird mit Defibrillator und einem Sanitäter mit blauen Handschuhen reanimiert.

    Publikation
  • 04

    Telemedizin im Rettungsdienst – Reden Sie mit!

    Im Rahmen eines Open Innovation in Science Projektes wurden aktiven Mitarbeiter:innen im Rettungswesen herzlichst eingeladen, ihre Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema zu teilen.

    In einem Co-Creation-Workshop wurden die ersten Meilensteine für ein Pilotprojekt definiert. Ein internationaler Austausch mit bereits etablierten Tele-Notarzt-Systemen ist vorgesehen. Dieses Projekt wurde durch den OIS Enrichment Fund gefördert. Erste Ergebnisse wurden bereits auf wissenschaftlichen Kongressen präsentiert.

    Veranstaltungsraum. Ein Mann steht vor einem Flipchart und schaut in die Runde von Teilnehmerinnen.

    Publikation
  • 05

    Video-Notruf Studie

    Diese Simulationsstudie in Wien untersuchte, ob Live-Videoübertragungen bei Notrufen im Vergleich zu reinen Audio-Notrufen die Gesprächsdauer beeinflussen und zugleich eine präzisere Dispositionsentscheidung ermöglichen können.

    Diese Studie befindet sich gerade im Status der Datenauswertung

    Hintergrund:

    Eine präzise und schnelle Informationsübermittlung ist entscheidend für die Disposition im Rettungsdienst. Notrufe erfolgen traditionell ausschließlich über Audio, was die Lageeinschätzung erschwert und zu Verzögerungen oder Fehlentscheidungen führen kann. Der Einsatz von Live-Videoübertragungen verspricht detailliertere Informationen, könnte jedoch die Gesprächsdauer verlängern und damit wertvolle Zeit im Einsatzablauf beanspruchen.

    Zielsetzung:

    Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen, ob Notrufe mit Live-Videoübertragung im Vergleich zu reinen Audio-Notrufen zu einer Verlängerung der Gesprächsdauer führen. Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob durch den Einsatz von Video die Genauigkeit der Dispositionsentscheidungen verbessert werden kann und in welchem Umfang technische Probleme die Anwendbarkeit beeinflussen.

    Ergebnis:

    Ausständig

    Presse: