Digital Tools & Teaching
Digitale Tools verändern Klinik, Präklinik und Ausbildung – von Telemedizin und KI-Assistenz bis hin zu VR-gestütztem Lernen und Training.
Digitale Tools halten zunehmend Einzug in den klinischen und präklinischen Alltag. Telemedizin, mobile Diagnostik z.B. durch Tele-Ultraschall, KI-gestützte Assistenzsysteme und tragbare Geräte ermöglichen eine schnellere, genauere und standortunabhängige Versorgung. Auch Technologien wie Virtual und Augmented Reality finden Anwendung – etwa in der Einsatzvorbereitung, bei Schulungen im Teamtraining oder zur Entscheidungsunterstützung in komplexen Situationen.
Parallel dazu gewinnen digitale Technologien auch in der medizinischen Ausbildung an Bedeutung. Tools wie Eye-Tracking, VR und AR erlauben neue Einblicke in das Lernverhalten, fördern interaktive Trainingsformate und tragen zu einer praxisnahen, individualisierten Wissensvermittlung bei.
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01
Eye-Tracking als Tool im Rahmen einer Herzultraschalluntersuchung
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde evaluiert, ob Expert:innen und Anfänger:innen ein unterschiedliches Blickverhalten während einer Herzultraschalluntersuchung aufzeigen.

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02
Eye-Tracking während einer Reanimation (Simulationsmodell)
Eine Simulationsstudie evaluiert die Anwendbarkeit von Eye-Tracking während einer präklinischen Reanimation.
Dieses Projekt wird in Kooperation mit den Johannitern Wien durchgeführt und vom Medizinisch-Wissenschaftlichen Fonds des Bürgermeisters der Bundeshauptstadt Wien unterstützt.

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03
EDUCATE
Studie prüft Ultraschall-Kompetenz von Notfallsanitätern mit und ohne telemedizinische Unterstützung durch Notärzte.
Diese Studie befindet sich gerade im Status der Planung
Hintergrund:
Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) gewinnt in der präklinischen Patient:innenversorgung zunehmend an Bedeutung. Die Implementierung dieser Untersuchung bietet die Möglichkeit, frühzeitig eine zielgerichtete Patient:innenversorgung einzuleiten. Die Durchführung von POCUS im präklinischen Bereich obliegt derzeit vorwiegend dem ärztlichen Personal.
Vor diesem Hintergrund wurde bereits in Studien untersucht, inwieweit Sanitäter:innen, bei einer vergleichsweise kurzen Schulung in der Lage sind, einfache Ultraschalluntersuchungen durchzuführen. Allerdings konnten bisher nur potenziell positive Effekte für die Versorgung der untersuchten Patient:innen nachgewiesen werden.
Ob Notfallsanitäter:innen im Vergleich zu Notärzt:innen im POCUS alleine, oder mit telemedizinischer Unterstützung durch einen Arzt eine ähnlich valide Diagnostik im präklinischen Setting erbringen können, bleibt bislang ungeklärt.
Zielsetzung:
Ziel dieser Simulationsstudie ist es, Unterschiede hinsichtlich der Ultraschallkompetenz, gemessen an einem standardisierten Score (OSAUS-Score), zwischen Notfallsanitäter:innen mit und ohne Telesupport durch einen Notarzt oder einer Notärztin zu erkennen. Außerdem soll ermittelt werden, inwieweit sich die psychische sowie physische Belastung sowie die subjektiv empfundene Ultraschallleistung, gemessen mit einer Global Rating Scale, in den beiden Gruppen unterscheidet.
Ergebnis:
Ausständig
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04
SLOPE
Serious Game „Underwater“ zeigt gleichwertige Wirksamkeit wie Simulatortraining beim Erlernen grundlegender Echokardiographie-Fähigkeiten.
Diese Studie befindet sich gerade im Status der Rekrutierung
Hintergrund:
Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) wird in der medizinischen Praxis zunehmend eingesetzt. Eine effektive Ausbildung bleibt jedoch eine Herausforderung. Neuartige digitale Tools wie Serious Games bieten eine vielversprechende Lösung für eine zugängliche und kostengünstige Ausbildung.
Zielsetzung:
Diese Studie bewertet das Lernspiel „Underwater“ zum Erlernen grundlegender Echokardiographie-Fähigkeiten im Vergleich zu herkömmlichen simulatorbasierten Schulungen.
Ergebnis:
Vom 3. Oktober bis zum 5. Mai 2024 wurden 97 von 103 Teilnehmern analysiert, was einer Abbruchquote von 5,8 % entspricht. Die mittlere Differenz der OSAUS-Werte betrug -1,2 ± 3,7 für die Simulator-Gruppe und -0,6 ± 3,5 für die Videospiel-Gruppe, was die Nichtunterlegenheit gemäß der Hypothese belegt (p < 0,001). Es wurden keine signifikanten Unterschiede in der Bildoptimierung aufgrund der Hand-Augen-Koordination zwischen den beiden Gruppen beobachtet (-0,2 ± 1,4 für den Simulator gegenüber -0,2 ± 1,2 für das Videospiel, p = 0,780). 63,8 % der Videospielgruppe und 78,0 % der Simulatorgruppe empfanden die randomisierte Lernmethode als hilfreich oder sehr hilfreich.
Diskussion/Schlussfolgerung:
Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Serious Game „Underwater“ eine gleichwertige Trainingsmethode für die Hand-Augen-Koordination bei grundlegenden Echokardiographie-Fähigkeiten ist. Da jedoch die Leistung in beiden Gruppen vom Ausgangswert bis zur abschließenden Bewertung ähnlich abnahm, könnte die Kombination von digitalem praktischem Training mit zusätzlichem Unterricht für ideale Lernergebnisse unerlässlich sein.
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05
POCUS-TT
Diese multizentrische, randomisierte Studie untersucht, ob eine teledidaktische Schulung Sanitätern das Erlernen des eFAST-Protokolls ebenso effektiv vermittelt wie traditionelles Training.
Diese Studie befindet sich gerade im Status der Datenauswertung
Hintergrund:
Das erweiterte FAST-Protokoll (eFAST) gilt als wichtiges Instrument der präklinischen Notfallsonographie. Für Sanitäter ist ein strukturiertes Training erforderlich, um die Untersuchung zuverlässig durchführen zu können. Neben traditionellen Präsenzschulungen bietet die Teledidaktik ein innovatives Konzept, das zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglicht, dessen Wirksamkeit im präklinischen Bereich bislang jedoch unzureichend untersucht wurde.
Zielsetzung:
Ziel dieser Studie ist es, die Auswirkungen einer teledidaktischen Schulung auf das Erlernen des eFAST-Protokolls durch Sanitäter zu bewerten. Dabei werden Leistungsfähigkeit, Erreichung spezifischer Lernziele, kognitive Belastung, Lernergebnisse sowie die technische Machbarkeit und Zufriedenheit von Lernenden und Ausbildern zwischen teledidaktisch und traditionell geschulten Gruppen verglichen.
Ergebnis:
Ausstehend
